Corinaldo-Künstlerisch/kulturelle Tour

Eine Tour durch die Altstadt, zur Entdeckung von Adelspalästen, Museen, Kunststammlungen sowie des zauberhaften Theaters Carlo Goldoni, und weiter außerhalb der Stadtmauern zu den Landhäusern sowie den zauberhaften Kunststädten unserer Region.

20) Das Rathaus

 

Erbaut zwischen 1784 und 1791, ein bemerkenswertes Beispiel der klassizistischen Architektur mit einer langen Loggia an der Via del Corso. Ursprünglich beherbergte es außer den Ämtern auch die Schule, die Wohnung des Stadtverwalters, die Gerichtssäle sowie die Palastkapelle. Im Erdgeschoss wird die Feigenkanone aufbewahrt, die während der historischen Veranstaltung Streit um den Brunnen verwendet wird. Über die große Treppe gelangt man zum großen Saal Arnaldo Ciani, indem einige Portraits adliger Bürger aufbewahrt werden, die Corinaldo berühmt gemacht haben. Die Sammlung kann während der Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden, montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr sowie dienstags und donnerstags auch von 15.30 Uhr bis 18.15 Uhr.

22) Das Stadttheater Carlo Goldoni

Ein Juwel der zivilen Baukunst, errichtet zwischen 1861 und 1869 nach einem Entwurf von Alessandro Pasqui aus Florenz, mit Eingriffen der Ingenieure Francesco Fellini, Crescentino Quagliani und Achille Buffoni; es wies ein System zum Anheben des Parketts auf die Höhe der Bühne auf, nützlich zur Schaffung einer einzigen Ebene für feste und Maskenbälle. Bei der Restaurierung im Jahr 2006 gingen all diese Einrichtungen verloren, vom Hebewerk bis hin zur Bühnentechnik. Die Theatersaison dauert jeweils von Dezember bis Mai und zieht Zuschauer aus den Dörfern der gesamten Provinz an.

23) Die Heimat des ’400

Ein seltenes Beispiel der Gebrauchsarchitektur, das älteste Wohnhaus von Corinaldo. Bestehend aus drei Ebenen: Stall im Erdgeschoss, die Küche auf der ersten Etage und im Obergeschoss das gemeinsame Schlafzimmer. Die Fassade ist unverändert mit ihren kleinen Öffnungen und der Stange am Haken aus Eisen. Zurzeit der Sitz des Fremdenverkehrsverbands von Corinaldo.

Die Adelspaläste

 

Ab dem 15. Jahrhundert errichteten alle Adelsfamilien von Corinaldo luxuriöse Wohnsitze, um ihren Stand zu repräsentieren. Diese Wohnsitze wurden im Laufe der Jahrhunderte ständig umgebaut und verschönert und wurden auf diese Weise oft zu wahren Meisterwerken der Architektur.

 

24 Palazzo Amati, im Stil der Renaissance.

25 Palazzo Orlandi, im Stil der Hochrenaissance.

26 Palazzo Cesarini-Grimaldi, mit einer seltenen Schirmdecke im Obergeschoss.

27 Palazzo Fata Ottaviani (Marcolini), eindrucksvolles Bauwerk aus dem späten

17. Jahrhundert.

28 Palazzo Palma-Marangoni (jetzt Della Meraviglia), 16. Jahrhundert, mit einer Relief-Fassade aus Sandstein.

29 Palazzo Sandreani, mit beeindruckender Kante aus geformtem Ziegelstein von oben bis unten.

30 Palazzo Rossi Ricci, aus dem 19. Jahrhundert.

31 Palazzo Mazzoleni-Ciani, mit dem Original-Eingangsportal.

32 Palazzo Ridolfi, Wohnsitz eines bekannten venezianischen Malers.

33 Palazzo Cimarelli, Wohnsitz des Geschichtsschreibers Vincenzo Maria Cimarelli.

34 Palazzo Sforza, hübscher Wohnsitz aus dem 19. Jahrhundert

35 Palazzo Brunori, mit strukturellen und panoramischen Besonderheiten.

36 Palazzo Cesarini Duranti, 18. Jahrhundert.

Die Landhäuser

Vom ende des 18. Jahrhunderts bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts bauten die Adelsfamilien ihre Landsitze und Jagdschlösser im Stil der jeweiligen Zeit, oft, indem sie auf ihren Ländereien bereits vorhandene Gebäude umbauten. Sie weisen stets mehr oder weniger große Gärten auf, in den Springbrunnen sowie die oft exotische Bepflanzung besondere Suggestionen erzeugen. Die bekanntesten Beispiele sind: die Villen der Herzöge Brunori in der Via S. Apollonia, die Villa Grandi in der Viale Raffaello, Villa Venturoli Orlandi Romaldi in der Viale degli Eroi, die Villen Sandreani in Madonna del Piano und S. Isidoro, der Landsitz der Augustianer in der Nähe von Burello, jedoch vor allem die Villa der Herzöge Cesarini Romaldi (geschlossen und nicht zu besichtigen) mit dem eklektischen Park an der Via del Montale.

I musei

53 Städtische Kunstsammlung Claudio Ridolfi

Der Sitz der Pinakothek von Corinaldo befindet sich in den Räumlichkeiten des ehemaligen Konvents der Augustiner. Die Kunstsammlung, die größtenteils auf die Unterdrückung der religiösen Orden sowie die Einziehung ihrer Güter zurückgeht, umfasst nicht nur zahlreiche Gemälde mit ausschließlich religiöse Sujet, sondern auch hochwertige Kultgegenstände der Handwerkskunst. Besondere Erwähnung verdienen die wunderschönen Büstenreliqiuiare aus Holz mit farbiger Fassung, eine Arbeit sizilianischer Schnitzer aus den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts, sowie ein schönes Prozessionskreuz aus getriebenem Silber, datiert auf das Jahr 1615 und stammend aus dem ehemaligen Augustianer-Konvent. Hinzu kommen Altarflügel aus Kirchen, die während des 19. Jahrhunderts abgerissen wurden, sowie Gemälde aus weiteren Kirchen aus Corinaldo. In der Pinakothek werden Arbeiten von Ercole Ramazzani, Giuseppe Bastiani, Claudio Ridolfi, Domenico Peruzzini sowie Giuseppe Marchesi aufbewahrt. In den Räumen der Pinakothek werden außerdem einige Arbeiten aus der umfangreichen Produktion von Nori de’ Nobili ausgestellt, einem Künstler des 20. Jahrhunderts aus den Marken, dessen Leidenschaft für die bildenden Künste zu zahlreichen Gemälden von höchstem Wert geführt hat. Die Sammlung ist täglich geöffnet von 10.00 Uhr bis 12.30 Uhr und von 15.30 Uhr bis 19.00 Uhr

 

54 Museum Madonna del Piano und Archäologischer Park Santa Maria in Portuno

Der Ausstellungssaal in den Räumlichkeiten der Kirche Madonna del Piano sieht didaktische Pfade vor, die von der Rekonstruktion der antiken Umwelt bis hin zu den produktiven Aktivitäten der Römerzeit reichen. Gezeigt werden Vasen aus der zeit sowie ein Schichtmodell der durchgeführten Grabungsarbeiten. Ein Bereich ist dem Kloster sowie den religiösen, kultischen und produktiven Aktivitäten gewidmet. Einige Vitrinen zeigen eine Auswahl von Keramiken, Steinarbeiten und Münzen, die bei den Grabungsarbeiten gefunden wurden. Öffnungszeiten, verwaltet vom ACLI Madonna del Piano: an Feiertage 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 20.00 Uhr, an Werktagen nach Vereinbarung.

 

55 Kostüm- und Trachtensaal

In den Räumen des Untergeschosses des Rathauses; hier werden die Kleidungsstücke aufbewahrt, die bei der historischen Veranstaltung Streit um den Polentabrunnen getragen werden. Die Kleider werden jedes von den Schneidereien des Orts neu angefertigt, nur ein einziges Mal getragen und dann in diesem Saal ausgestellt, um Jahr für Jahr die Entwicklung des Kostüms des 16. Jahrhunderts. Außerdem werden Werkzeuge zur Verarbeitung der Stoffe ausgestellt. Der Saal ist geöffnet: vom 1. Juli bis zum 31. August: von montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr, samstags und sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 17.00 bis 19.00 Uhr. Der Rest des Jahres an den Wochenenden auf Anfrage geöffnet.

Ausflüge in die Umgebung

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2 Recanati - Die Heimatstadt von Leopardi

3 Macerata - Kunst und Geschichte im Sferisterio

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5 Ancona - Eine tausendjährige Geschichte zwischen dem Monte Conero und dem Meer